Bürgermeisterwahl

kandidat

Dipl.-Wirt.-Ing.(FH) Tilo Kruger

Alter:41
Familienstand:verheiratet
Kinder:zwei Töchter, 15 und 13 Jahre
Beruf:Teamleiter Materialeinkauf bei Daimler
Hobbys:Lesen, Sport (Radfahren, Schwimmen, Krafttraining, Joggen, Tanzen), Englisch (Filme, Bücher, Reisen, Konversation), Geschichte
Ämter:Dozent für Beschaffung an der Hochschule für Technik Esslingen, kirchliches Ehrenamt, THW bis 1997
Homepage:

www.tilo-kruger.de


Fragen an den Kandidaten


Darum kandidiere ich:
weil ich

1. etwas bewegen möchte
2. den Bürger als Partner einbinden will
3. meine in der Privatwirtschaft gesammelten Erfahrungen zum Wohl unserer Stadt und der Bürger einsetzen kann
4. Ihnen eine echte Alternative bieten möchte ->Sie haben es verdient!

Schöne Grüße und ein gutes neues Jahr wünscht Ihnen Ihr

Tilo Kruger

P.S. Da ich seit 12.01.2010 wieder arbeite, bitte ich bei Fragen und Anregungen um Kontaktaufnahme unter ob-wahl@tilo-kruger.de.


Fragen an den Kandidaten

i. A. FAAW Gesamtelternbeirat der Winnender Schulen aus Winnenden, 14.01.2010 17.25 Uhr
Sehr geehrter Herr Kruger,

Sie bewerben sich um das Amt des Oberbürgermeisters von Winnenden, das viel Verantwortung mit sich bringt.

Für uns, den Gesamtelternbeirat der Winnender Schulen, haben sich in den letzten Monaten wichtige Fragen ergeben, welche wir nachfolgend gemeinsam zusammengestellt haben und für die wir um Ihre Stellungnahme bitten. Ihre Antworten zu diesen Themen, die uns täglich in irgendeiner Form begegnen, sind für uns alle eine wichtige Entscheidungshilfe bei der anstehenden Wahl.

Gesamtelternbeirat der Winnender Schulen

1. Schulsozialarbeiter
Von dem Gesamtelternbeirat der Winnender Schulen, den Winnender Eltern sowie der Rektorenkonferenz wurde die Forderung nach 4 Schulsozialarbeitern gestellt. Auch die Andriof-Expertenkommission hat diesem Thema große Bedeutung beigemessen und für Winnenden ausdrücklich eine Empfehlung zum Ausbau dieses bisher vernachlässigten Bereichs ausgesprochen. Die Mitglieder vom Aktionsbündnis und die Mitglieder vom Förderverein Aktionsbündnis stehen ebenfalls hinter dieser Forderung. Wie stehen Sie zu diesem für Schüler, Lehrer und Eltern sehr wichtigen Thema und wie groß ist Ihre Bereitschaft hier nach Wegen zu suchen, die eine Umsetzung möglich machen?

2. Dritte Sporthalle
Seit 20 Jahren warten Schulen und Vereine auf den Bau der Dritten Sporthalle. Immer wieder gab es Gründe für einen Aufschub. Viel Geld wurde in die Planungen investiert, auch diese sind mittlerweile abgeschlossen. Vom Land werden Mittel bereitgestellt und die Stadt steht aktuell schuldenfrei da. Wie stehen Sie vor diesem Hintergrund zur Frage nach einer Finanzierung der Dritten Sporthalle mit 500 Zuschauerplätzen über einen Kredit?

3. Robert-Böhringer-Hauptschule / Werkrealschule
Die Werkrealschule wird dieses Jahr kommen, aber die Räumlichkeiten fehlen. Die Schülerzahlen stehen erst nach der nächsten Anmeldung fest. Sicher ist aber, dass die jetzigen Räumlichkeiten nicht mehr ausreichen, deshalb sollen die Schüler in eine Interimsschule in Gestalt der Containerschule kommen. Bevor die Schüler diese Schule beziehen, muss eine konkrete Lösung geschaffen sein!
Gibt es aus Ihrer Sicht Wege, mit den Nachbargemeinden zu einem Konsens zu kommen, der eine langfristige, sinnvolle Unterbringung der Werkrealschüler ohne Entstehung unnötiger zusätzlicher Kosten ermöglicht?
In Winnenden steigen die Schülerzahlen entgegen aller Prognosen, wie sehen Sie die Möglichkeit eines Neubaus?
Welche Möglichkeiten sehen Sie für die Rober-Böhringer-Hauptschule und ihre Schüler?

4. Schuletat und Schulrenovierungen
Obwohl immer wieder von Gesellschaft und Politik betont wird, wie wichtig unsere Kinder und deren Bildungschancen sind, wurde von der Stadt Winnenden der Schuletat gekürzt. Wie stehen Sie dazu?
Damit Kinder und Jugendliche sich in „ihrer“ Schule wohl fühlen sollte auch der äußere Rahmen stimmen, d.h. die Schulen müssen sukzessive renoviert werden. Durch die Fördergelder vom Land gibt es erste Renovierungen. Wie sehen Sie die weiteren Möglichkeiten für Schulen, die noch nicht renoviert sind?

5. Kommunikation
Ein großes Anliegen ist den Eltern der Winnender Schulen eine gute und vor allem für jeden transparente Kommunikation zwischen Eltern, Schule und der Stadt Winnenden, dem Schulträger. Gegenseitige Wertschätzung sollte selbstverständlich sein.
Wie lässt sich diese Ihrer Meinung nach am Besten gestalten? Was können alle Beteiligten hierzu beitragen?

6. Netzwerkbildung
Es haben sich in Winnenden die verschiedensten Gruppen gebildet, durch einen konstruktiven Austausch und einer neuen Netzwerkbildung eröffnet diese Struktur für Winnenden neue Möglichkeiten.
Wie werden Sie damit umgehen? Können Sie diese Netzwerkbildung unterstützen?

Wir freuen uns auf Ihre Stellungnahme, die wir bis zum 19.01.2010 erbitten. Gerne werden wir Ihre Meinungen zu den oben stehenden Punkten an unsere Mitglieder/Familien weiterleiten, um auch diesen die Möglichkeit zu geben, Sie und Ihre Ansichten zu diesen für viele wichtigen Themen kennen zu lernen.

Mit freundlichen Grüßen

Gesamtelternbeirat der Winnender Schulen

Antwort:
zu 1. Schulsozialarbeiter:
Mir ist dieses Thema äußerst wichtig! Ich finde es zwar gut, dass der Gemeinderat jetzt 2 Stellen beschlossen hat, eine Aufstockung auf 4 Schulsozialarbeiterstellen muss jedoch so schnell wie möglich kommen. Es gibt für mich nichts Wichtigeres als eine bestmögliche Förderung unserer Kinder und Jugendlichen. Darum ist auch meine Bereitschaft, hier nach neuen Wegen für eine Umsetzung zu suchen, sehr sehr groß!

zu 2. Dritte Sporthalle:
Meiner Meinung nach ist die Halle so schnell wie möglich zu bauen. Die Ausgestaltung der Sporthalle sollte der Krise angepasst realisiert werden. Der Sport soll im Vordergrund stehen. Dann lassen sich auch Kosten einsparen. Sollten die verbliebenen Kosten nur über einen Kredit finanzierbar sein, würde ich in diesem Fall tatsächlich einen Kredit aufnehmen. Wie oben schon einmal erwähnt, geht mir das Wohl und die Förderung der Kinder und Jugendlichen über ALLES. Lesen Sie dazu bitte auch meinen Beitrag zu der entsprechenden Samstagsfrage in der Winnender Zeitung.

zu 3. Robert-Böhringer-Hauptschule /Werkrealschule:
Für eine bessere Schülerbetreuung ist es dringend erforderlich, kleinere Klassen einrichten zu können. Dafür werden natürlich mehr Räume benötigt, genauso wie
für die Umwandlung der Robert-Böhringer-Schule in eine Werkrealschule. Der Raum dafür kann über die Nutzung der Interimsschule bereitgestellt werden. Dies ist besser als jahrelang auf die noch zu bauenden, neuen Gebäude zu warten. Weitere Alternativen zur Nutzung der Container sehe ich zum einen in der Nutzung von künftig nicht mehr genutztem Schulraum in den Stadtteilen und zum anderen in der Kooperation mit den Nachbargemeinden. Ich bin der Meinung, man muss hier kühl und sachlich aber engagiert nach der für die Schüler besten Lösung suchen.
Ein Neubau sollte natürlich so schnell wie möglich kommen. Ich sehe die dringendste und erste Priorität jedoch bei der neuen Sporthalle. Als OB stelle ich mir vor, die entsprechende Priorisierung immer gemeinsam mit den Betroffenen festzulegen.

zu 4. Schuletat und Schulrenovierungen:
Aus heutiger Sicht scheint die Finanzlage der Stadt Winnenden äußerst angespannt zu sein. Um für wichtige Aufgaben, wie beispielsweise die Renovierungen der Schulen, Geld zu haben, muss die Stadt sehr sparsam wirtschaften. Nur absolut notwendige Ausgaben dürfen vorgenommen werden. Wie bereits mehrfach von mir erwähnt, sehe ich mehrere Möglichkeiten, Geld zu sparen. Zum Beispiel den weitgehenden Verzicht auf externe Beratungsleistungen. Die Verwaltung sollte in der Lage sein, selbst vernünftige Lösungen zu erarbeiten. Natürlich bin ich auch bereit, selbst Opfer zu bringen. Meinen Dienstwagen werde ich tagsüber für die Bedürfnisse der Stadtverwaltung zur Verfügung stellen. Dies ist in der freien Wirtschaft heute schon üblich und spart erhebliche Kosten ein. Sollten die für die Renovierungen bereitzustellenden Mittel trotzdem zu gering sein, sollten wir alle uns nicht zu schade sein, auch einmal selbst „Hand anzulegen“. Ich helfe hier gerne mit! Nehmen Sie mich beim Wort.

zu 5. Kommunikation:
Auch mir ist eine von gegenseitiger Wertschätzung getragene Kommunikation zwischen Eltern, Schulen und der Stadt Winnenden sehr wichtig. Dazu stelle ich mir vor, dass ich in regelmässigen Abständen zu Abstimmungsgesprächen zwischen dem Gesamtelternbeirat, den Schulleitern sowie den verantwortlichen Mitarbeitern der Stadtverwaltung und mir einlade. Beitragen können alle Beteiligten den unbedingten Willen, für unsere Schüler das Beste zu geben.

zu 6. Netzwerkbildung:
Die Netzwerkbildung möchte ich ebenfalls sinnvoll moderieren. Sich ergebende Chancen, wie von Ihnen angesprochen, sollten wir gemeinsam schnellstmöglich umsetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Tilo Kruger

Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden Stiftung gegen Gewalt an Schulen aus Winnenden, 14.01.2010 17.24 Uhr
Sehr geehrter Herr Kruger,

Sie bewerben sich um das Amt des Oberbürgermeisters von Winnenden, das viel Verantwortung mit sich bringt.

Für uns, das Aktionsbündnisses Amoklauf Winnenden - Stiftung gegen Gewalt an Schulen und den Förderverein Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden, haben sich in den letzten Monaten wichtige Fragen ergeben, welche wir nachfolgend gemeinsam zusammengestellt haben und für die wir um Ihre Stellungnahme bitten. Ihre Antworten zu diesen Themen, die uns täglich in irgendeiner Form begegnen, sind für uns alle eine wichtige Entscheidungshilfe bei der anstehenden Wahl.

Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden/Stiftung gegen Gewalt an Schulen:

1. Seit dem 11.3.2009 sind über 10 Monate vergangen, ohne dass sich sichtbar und/oder fühlbar etwas verändert hat. Welches sind die Dinge, die sich Ihrer Meinung nach – auch als Folge dieses schrecklichen Ereignisses – bei uns verändern sollten und wofür würden Sie sich besonders einsetzen?

2. Am Jahrestag des Amoklaufs wird die Welt wieder auf Winnenden schauen. Wir haben bisher ja nicht viel an konkreten Maßnahmen vorzuweisen. Teilen Sie unsere Meinung, dass wir für andere ein Vorbild sein müssen? Wenn ja, was wollen Sie tun um auch zu zeigen, dass viele Entwicklungen in der Gesellschaft falsch laufen?

3. Viele Bürger kommen auf uns zu und beklagen, dass es keine Gedenkstätte gibt. Wie stehen sie dazu?

4. Uns vom Aktionsbündnis ist sehr an einer guten, vertrauensvollen und offenen Zusammenarbeit vor allem auch mit der Stadt Winnenden gelegen. Nur so können wir notwendige Veränderungen bewirken. Welche Punkte spielen aus Ihrer Sicht für eine gute Kommunikation eine wichtige Rolle? Gibt es Bereiche, die von Seiten des Aktionsbündnisses verbessert werden können?

5. In den letzten Monaten wurde oftmals das Fehlen von Werten in unserer Gesellschaft beklagt. Über welche Werte würden Sie gerne mit Kindern/Jugendlichen aus unserer Stadt diskutieren? Welchen Rahmen können Sie sich für eine solche Diskussion vorstellen?

Wir freuen uns auf Ihre Stellungnahme, die wir bis zum 19.01.2010 erbitten. Gerne werden wir Ihre Meinungen zu den oben stehenden Punkten an unsere Mitglieder/Familien weiterleiten, um auch diesen die Möglichkeit zu geben, Sie und Ihre Ansichten zu diesen für viele wichtigen Themen kennen zu lernen.

Mit freundlichen Grüßen

Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden
Stiftung gegen Gewalt an Schulen

Antwort:
zu 1. notwendige Veränderungen:

In unserer Stadt sollten sich die Prioritäten ändern. Unsere Kinder und Jugendlichen sollten künftig an allererster Stelle kommen. Sie haben es verdient und wir sind es Ihnen schuldig. Aus diesem Grund bin ich auch für die schnellstmögliche Aufstockung der bereits vom Gemeinderat beschlossenen 2 Schulsozialarbeiterstellen auf die geforderten 4! Es gibt nichts Wichtigeres in unserer Stadt, als unseren Schülern die bestmögliche Unterstützung und Förderung zukommen zu lassen.

zu 2. Vorbildfunktion:

Ich bin der Meinung, dass wir zunächst für unsere eigenen Kinder und Jugendlichen das BESTE zu geben haben. Wenn wir dann für andere noch als Vorbild taugen ist dies natürlich auch sehr schön, aber eben nicht Priorität 1.

zu 3. Gedenkstätte:

Ich fände eine Gedenkstätte gut. Am besten gedenken wir jedoch der Opfern, indem wir den Lebenden Liebe, Hingabe, Geduld, Verständnis und die bestmöglich Förderung zuteil werden lassen.

zu 4. Kommunikation:

Für eine gute Kommunikation ist gegenseitiges Vertrauen, Verständnis, Interesse und Respekt die beste Basis. Da ich aktuell noch nicht zur Stadtverwaltung gehöre, bin ich leider nicht in der Lage, Ihnen Vorschläge zur Verbesserung in der Kommunikation zu machen.

zu 5. Wertevermittlung:

Es fällt mir eine ganze Menge an Werten ein, die mir für die Kinder und Jugendlichen wichtig sind. Beispielsweise gegenseitigen Respekt, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft,
Fairness, Fleiß. Um diese Werte den Jugendlichen beizubringen, gibt es keine bessere Möglichkeit, als sie vorzuleben. Um mit den Kindern und Jugendlichen diese Werte zu diskutieren erscheinen mir aus heutiger Sicht kleinere Gruppen sinnvoll. Dann können sich auch alle großen und kleinen Teilnehmer einbringen. Da ich selbst kein ausgebildeter Pädagoge bin, würde ich dieses Thema mit den Experten an unseren Schulen, dem Gesamtelternbeirat und auch Ihrem Aktionsbündnis weiter besprechen.

Mit freundlichen Grüßen

Tilo Kruger

Wolfgang Weber aus Winnenden, 28.12.2009 15.32 Uhr
Sehr geehrter Herr Kruger,

Anwohner der städtischen Obdachlosenunterkünfte, gelegen inmitten der Kernstadt, drängen seit Jahrzehnten auf eine Lösung: heruntergewirtschaftet, 3 von 5 Gebäuden seit Jahren leerstehend, menschenunwürdige Behausungen etc..

Erbitten Ihre Meinung zu diesem Problem.

Gerne sind wir bereit, Ihnen eine umfangreiche Dokumentation "Obdachlosenunterkünfte" vorzulegen und mit Ihnen diese Frage auch zu dokumentieren.

gez. Weber




Antwort:
Sehr geehrter Herr Weber,

wir sollten alle gemeinsam versuchen, unsere Stadt so lebenswert wie möglich zu machen. Darum finde ich auch Ihre Initiative sehr gut, den von Ihnen geschilderten Zustand nicht einfach weiter hinzunehmen. Die Tatsache, dass Sie bereits seit Jahrzehnten vergeblich auf eine Lösung drängen, macht mich wirklich betroffen. Umso größer mein Respekt, dass Sie noch immer nicht aufgegeben haben. Sehr gerne möchte ich mich mit Ihnen und Ihren Mitstreitern so schnell wie möglich zusammensetzen um gemeinsam Lösungsmöglichkeiten zu besprechen. Ich bitte um Kontaktaufnahme unter 07195/947843 zur Terminabstimmung.

Schöne Grüße und noch einen guten Rutsch wünscht Ihnen

Tilo Kruger

Meine Erkenntnisse des Vorort-Termins vom 30.12.2009 ab 12 Uhr:

1. Die Unterkünfte sind tatsächlich menschenunwürdig und total baufällig (z. T. fehlender Verputz, fehlende sowie defekte Fenster, keine Isolierung, morsche und damit absturzgefährdete Holzfensterläden usw.)

2. Eine Alternative für die Bewohner wäre z. B. eine Unterbringung in den vorhandenen Wohnheimen zwischen dem Krankenhausneubau und der Albertville-Realschule. Sollte der Wohnraum dort nicht ausreichen, könnte die Stadt zusätzliche Container aufstellen welche sicherlich einen großen Komfortfortschritt zur jetzigen Wohnsituation darstellen.