Kandidaten

Wahlinformationen

Liste:
ÖDP
Stimmen:
1 661

Dipl. Verwaltungsbetriebswirt (FH) Uwe Olschenka

kandidat

Familienstand:
verheiratet
Alter:
60 Jahre
Kinder:
2
Beruf:
Marketing
Hobbys:
Familie
Ämter und Mitgliedschaften:
ÖDP Kreisvorsitzender Rems-Murr
.

Keiner vertritt meine Interessen.

Bisherige Fragen an den Kandidaten:

Martin Wagner aus Remshalden   20.08.2017 11.06 Uhr   Klicken Sie hier um die Antwort zu lesen.
Sehr geehrter Herr Olschenka, die Bundestagswahl 2017 steht vor der Tür und für mich stellt sich wieder die Frage, welchem Kandidaten, bzw. welcher Partei soll ich meine Stimme geben. Mich als Bürger mit einem mittleren Einkommen beschäftigen in diesem Zusammenhang ganz besonders drei Fragen zu unterschiedlichen politischen Themen. Ich würde mich freuen, wen Sie mir diese Fragen beantworten und mir so meine Wahl vereinfachen könnten. 1. Die erste ist die massive Einflussnahme der Wirtschaft auf die deutsche Politik. Als Beispiel ist hier zu nennen, die schon ein paar Jahre zurückliegende Einführung der Umweltplaketten für PKW. Hier war zunächst geplant, den tatsächlichen Schadstoffausstoß eines PKWs unabhängig von Typ und Größe als Richtwert für eine Einstufung der PKW in Schadstoffklassen zu nehmen. Nach Einflussnahme der Automobillobby wurde dies geändert, sodass nun der Schadstoffausstoß im Verhältnis zum Typ und der Größe des PKWs genommen wird. Ein Vorteil für Automobilhersteller, die natürlich ihre großen Limousinen und SUVs verkaufen wollen. Ein Schaden für den Bürger, da der Umweltschutzaspekt so natürlich an Wirkung verliert. Als weitere Beispiele können genannt werden die über Jahre hinweg geheim gehaltenen Verhandlungen von TTIP, CETA und TISA, die erst nach massivem Druck von Bürgern und Verbraucherrechtsorganisationen veröffentlicht wurden. Auch die zahlreichen Großspenden, die die Parteien von Wirtschaftsverbänden und Konzernen erhalten (https://www.abgeordnetenwatch.de/blog/2017-04-13/schon-1-mio-euro-grossspenden-fur-cdu-und-fdp-seit-jahresbeginn#pk_campaign=nl20170817), und die hohen Nebeneinkommen, die zahlreiche Politiker von privaten und wirtschaftlichen Vereinigungen erhalten (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundestag-abgeordnete-und-ihre-nebeneinkuenfte-das-sind-die-topverdiener-a-1159503.html), lassen auf eine große Einflussnahme schließen und lassen daran zweifeln, dass in der Gesetzgebung das Wohl des Bürgers an erster Stelle steht. Wie wollen Sie damit in der kommenden Legislaturperiode umgehen? Wie wollen Sie die Einflussnahme der Wirtschaft transparenter machen, die Einflussnahme einschränken und so den Bürgern das Vertrauen in Ihre politische Arbeit zurückgeben? 2. Die zweite betrifft den Umweltschutz bzw. den Ressourcenverbrauch der Menschen. Laut aktuellen Untersuchungen verbraucht die gesamte Menschheit jährlich die Ressourcen von 1,6 Erden. Würden alle Menschen so leben, wie wir Deutschen, wären es 3,2 Erden (http://www.weltagrarbericht.de/aktuelles/nachrichten/news/de/32540.html). Nun genügt meiner Ansicht nach der gesunde Menschenverstand, um hier ein Problem zu erkennen. Wie wollen Sie dieses Problem in der kommenden Legislaturperiode angehen? Wie wollen Sie den Ressourcenverbrauch in Deutschland nachhaltig reduzieren? Besonders auch vor dem Hintergrund einer Wirtschaft und eines Wirtschaftssystems, die ein stetiges Wachstum benötigen? 3. Meine dritte Frage bezieht sich auf die immer weiter auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich. Wie möchten Sie in der kommenden Legislaturperiode damit umgehen, dass Menschen, die im sogenannten Niedriglohnsektor arbeiten, trotz mehrerer Jobs, nicht in der Lage sind, Ihren Lebensunterhalt zu finanzieren? Wie der Bundesverband Deutsche Tafel e. V. kürzlich berichtete, ist im vergangenen Jahr die Zahl der Kunden bei den rund 930 Tafeln um 18 Prozent gestiegen. (https://www.tafel.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen-2017/stoppt-die-soziale-ungerechtigkeit/). Gleichzeitig lag laut Mitteilung von Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles die Zahl der Erwerbslosen vergangenen Juni mit aktuell bei rund 2,5 Millionen auf dem niedrigsten Wert seit 26 Jahren. Mit welchen Mitteln wollen Sie dieses Problem bekämpfen und dafür sorgen, dass Menschen, die Arbeiten, davon auch leben können? Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir diese Fragen beantworten könnten. Mit freundlichen Grüßen Martin Wagner, M. A. und Gepr. Fachwirt für Marketing Stuttgarter Straße 39 73630 Remshalden martin.c.wagner@gmx.net
Frage 1:
Die ÖDP nimmt keine Firmenspenden. Ich kann mich also voll und ganz auf die Interessen von uns Bürger konzentrieren.
Ich würde u. a. darauf drängen, dass ein eventueller Zusammenhang zwischen Spende und Gesetz noch deutlicher zu Tage tritt. Vielleicht muss man auch darüber nachdenken, den ideologischen Gedanken der ÖDP, nämlich Firmenspendenfrei, stärker auch auf andere Parteien auszudehnen. Sonst verprellt diese teilweise gekaufte Politik auch noch den letzten Bürger.

Frage 2:
Back to the Roots der sozialen Marktwirtschaft. Aber nicht zu den Kutschen :-). Es muss auch mal genügen was man hat. Es gibt genügend Beispiele, wo Patente, die uns einen angenehmen Lebensstandard ermöglichen würden, von Großkonzernen blockiert werden um einigen wenigen Vorständen noch mehr Macht und Ruhm zu ermöglichen. Diese Patente, die auf nachhaltig setzen, gilt es zu fördern. Aber nicht mit der Giesskanne wie z. B. die Abwrackprämie vor einigen Jahren oder der jetzt eingeführte E-Mobil-Rabatt mit Steuergeldern!

Frage 3:
Den Steuersatz für Reiche und Superreiche wieder wie früher einführen. Dieser wurde maßgeblich von dieser Klientel durch große Einflussnahme zu ihren Gunsten und zum Nachteil der breiten Bevölkerung verändert. Siehe Antwort 1 und der Kreis schließt sich.

Resummee: Sehr geehrter Herr Wagner, sehr gute Argumente Ihrerseits, hinter denen ich voll umfänglich stehe und die mich dazu gebracht haben, selbst zu kandidieren und zu versuchen, dass noch mehr meinem Beispiel folgen und wir hier gemeinsam etwas ändern können.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Olschenka